Kurzantwort: Fettablagerungen entstehen, wenn Öl und Fett mit Speiseresten und Kalkpartikeln im Rohr erstarren. Heißes Wasser und Spülmittel helfen bei leichtem Belag - für eingebackene Fettschichten brauchen Sie eine Rohrspirale oder eine professionelle Hochdruckspülung.
Wie entstehen Fettablagerungen im Rohr?
Flüssiges Fett fließt problemlos durch das Rohr - kühlt es jedoch ab, erstarrt es an den Rohrwänden. Über Wochen und Monate schichten sich immer neue Fettlagen übereinander. Speisereste, Haare und Kalkpartikel bleiben darin hängen und verfestigen die Ablagerungen weiter.
Besonders betroffen ist der Küchenabfluss. In Mannheimer Mehrfamilienhäusern sorgt eine einzige Küche, die regelmäßig Frittierfett in den Abfluss kippt, oft für Probleme im gesamten Leitungsstrang.
Anzeichen für Fettablagerungen
- Abfluss läuft langsam - auch nach Reinigung mit Chemie
- Gurgelnde Geräusche aus dem Rohr
- Unangenehmer, ranziger Geruch aus dem Abfluss
- Wasser staut sich im Spülbecken auf
Methoden zur Entfernung
Heißes Wasser und Spülmittel
Bei frischen oder leichten Ablagerungen: einen Liter kochendes Wasser mit einem großzügigen Spritzer Spülmittel in den Abfluss gießen und zehn Minuten einwirken lassen, dann mit heißem Wasser nachspülen. Wiederholung dreimal wöchentlich über zwei Wochen kann leichte Beläge lösen.
Natron und Essig
Eine Kombination aus drei Esslöffeln Natron und 100 Milliliter Essig erzeugt eine Schaumreaktion, die Fettbeläge aufweicht. Danach mit kochendem Wasser nachspülen. Diese Methode ist für sehr hartnäckige Ablagerungen jedoch zu schwach.
Rohrspirale (mechanisch)
Eine flexible Rohrspirale durchtrennt mechanisch den Fettpfropfen und lockert Ablagerungen. Für Leitungen bis drei Meter Länge gibt es handliche Modelle im Baumarkt.
Professionelle Hochdruckspülung
Ein Fachbetrieb setzt eine rotierende Hochdruckdüse ein, die Fett selbst aus langen Leitungsabschnitten vollständig löst und in den Kanal spült. Kosten in Mannheim: 100 bis 250 Euro, je nach Leitungslänge. Das Ergebnis hält deutlich länger als Hausmittel.
Was nie in den Abfluss gehört
- Frittierfett und Bratöl - auch kleine Mengen setzen sich ab
- Sahne, Butter, Käsereste
- Reste von Salatdressings und Mayonnaise
- Soßenreste mit Fettanteil
Sammelgefäß für Öl und Fett nutzen - viele Wertstoffhöfe in Mannheim nehmen Speiseöl kostenlos an.
Langfristige Vorbeugung
Einmal monatlich heißes Wasser mit Spülmittel durch den Küchenabfluss laufen lassen. In Gastronomie und Großküchen sind Fettabscheider gesetzlich vorgeschrieben - im Haushalt empfiehlt sich ein einfaches Sieb, das grobe Fettreste zurückhält. Wer seine Leitungen alle zwei Jahre professionell spülen lässt, hat kaum Ärger mit Verstopfungen.